Geschichte der Alamannen ab dem 5. Jahrhundert

Die Alamannen besiedelten im 5. Jahrhundert ein Gebiet vom Elsaß bis nach Regensburg und von der hessischen Wetterau bis an den Bodensee. Die Grenzen zum Norden waren zu den Nachbarvölkern fließend, im Süden wurde der Rhein als natürliche Grenze anerkannt.

Expansion der AlamannenAls Folge der verlorenen Schlachten bei Zülpich, 497 n.Chr und folgende, mußten die Alamannen ihre Siedlungsgebiete im Norden, zwischen Main und Neckar, aufgeben. Nach der Niederlage gewährte der Ostgotenkönig Theoderich, dessen Hoheitsgebiet neben Italien auch die alte Povinz Raetia II umschloss, den geschlagenen Alamannen Schutz und Asyl. Theoderich setzte sich bei Chlodwig, dem mächtigen Frankenkönig, ein und erreichte die Duldung der Alamannen in ihren angestammten Provinzen. Im Jahre 507 versuchten die Stämme einen Aufstand, der jedoch niedergeschlagen wurde.

Nach Theoderichs Tod fiel Raetia II an den fränkischen Theudebert I., welcher einen Herzog in die Alamannia einsetzte und so eine gewisse Selbstständigkeit gewährte. Herzogsitz und Pfalz soll laut schriftlichen Quellen in Überlingen am Bodensee gewesen sein. Archäologische Belege, die diese Stellung des Ortes hervorheben würden, liegen jedoch bislang nicht vor.

Im 8. Jahrhundert versuchten die Alamannen verschiedene Aufstände gegen die aufstrebenden fränkischen Hausmeier, doch Pipin und dessen Bruder Karlmann besiegten 742 die Alamannen ein letztes Mal. Am sogenannten Tag von Cannstatt, 746, töteten die Franken die alamannischen Adeligen, was das Ende des alamannischen Herzogtums bedeutete.

Verweise:
Frühmittelalterliche Grabfunde im Hegau von Claudia Theune
Die Alamannen in Südbaden von Friedrich Garscha

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